Warum ein Nulltag es manchmal in sich hat

5 Uhr, die Vögel zwitschern. Diesen egoistischen Viechern ist es egal, dass in meinem Kopf Armageddon tobt.  Die Schlacht der Schlachten findet unter meiner Schädeldecke statt.

Migräne ist leider keine Superkraft und auch kein Supertalent!
Migräne ist einfach nur Scheiße.

Jede Bewegung verstärkt den Schmerz. Meine Augen sind zugeschwollen. Nur zwei Sehschlitze weisen mir den Weg ins Bad. Wie man Schlupflider einfach wegschminkt, geht mir durch den Kopf.

Ich taste mich weiter vor in die Küche, den Schattenhund im Schlepptau. In solchen Momenten wäre es hilfreich, wenn mein Hund etwas Nützliches könnte. Blindenhund sein zum Beispiel.
Stattdessen sitzt Mylady vor dem Napf und guckt.
Eure Königliche Hoheit, hier ist Ihr Futter. Königliche Hoheit schlingt was zu schlingen geht und endet mit einem majestätischen Hunderülpser.
Ein Träumchen? Nein. Echt. Realität.

Kaffeemaschine an, Espresso und Wasser helfen manchmal.  Manchmal auch nicht. Mein Gefühl sagt mir, dass heute keine Linderung durch Koffein und H2O zu erwarten ist.

Ein Marmeladenbrot könnte helfen. Oh ja, ich lebe und spüre es an der Spucke, die mir im Mund zusammenläuft.
Brot ist aus. Ich rase hinab ins Tal der Opfer!

Das Tempo ist berauschend, die Gedanken machen was sie wollen. Ich bin bereits bei der Schuldfrage angelangt.

Meistens ist der Mann Schuld!

Für einen kurzen Augenblick bin ich wütend! Der sitzt da, trinkt seinen Kaffee, liest seine Zeitung, kaut an dem alten Brötchen von Vorgestern und ich? Was ist mit mir? Noch nicht mal ein Krümelchen für mich. Nüschtenix, wie meine Oma sagen würde.

Mein innerer Wutausbruch erschrickt die Migräne dermaßen, dass selbst sie für eine  Millisekunde innehält.

Und diese Zeitspanne nutze auch ich! Ja Sie lesen richtig. Raus aus den alten Mustern, rein in die Selbstverantwortung.

Lösungen. Nach vorne schauen, wenn auch nur aus zwei kleinen verschrumpelten Schlitzen, und die Dinge selbst in die Hand nehmen! Jawoll.

Wenig später sitze ich mit einem Schälchen Haferflocken am Tisch, schlürfe meinen Espresso und bin mit mir zufrieden. Denn ich habe es geschafft,  Verantwortung für mich zu übernehmen.

Wenn ich Brot will, muss ich Brot kaufen.
Wenn ich Brot will, es aber nicht selbst kaufen kann, frage ich jemanden, der es für mich tut.
Und wenn das alles nicht klappt, dann werde ich aktiv kreativ.

Und das alles mit Migräne!
Na bitte.

Migränetage sind normalerweise Nulltage. Nichts geht.
Heute ging immerhin noch ein bißchen bis mittelmäßig viel.

Ich war seit langer Zeit mal wieder online shoppen. Aber nicht bei Amazon und Co., sondern auf schuhe.24.
Das ist ein Portal, auf dem sich kleine Schuhhändler zusammengeschlossen haben und die Schuhe, die sie sonst auch lokal verkaufen online anbieten und auf den Weg bringen.

Und jetzt freue ich mich auf neue Birkenstockschlappen in zartlila und richtig fesche Gartenclogs in schwarz mit weißen Blümchen. Nachher kann ich immer noch behaupten, dass die Migräne Schuld war!

Für Lebensmittel gibt es so etwas in unserer Region, also Bielefeld und Gütersloh auch, unter wochenmarkt24.de

Diese beiden Hinweise sind Hinweise, keine, und schon gar keine bezahlte Werbung.

Und die Migräne? Ist immer noch da. Aber sie hindert mich nicht daran, jetzt Brot zu kaufen. Und Kuchen! Zum Abendbrot gibt’s Kuchen.

Und Ihre Königliche Hoheit der Hovawart hockt schon wieder vor dem Napf!

Schönen Abend für Sie und morgen ist ein neuer Tag!

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