Monat: Juni 2020

Der Bürgermeistertest

Am 13. September 2020 wird kommunal gewählt. Auch unser Dorf mit Stadtrechten wird einen neuen Bürgermeister bekommen. Persönlich bedaure ich, dass sich keine Frau zur Wahl stellt. Und ich würde mir auch jemanden wünschen, der parteiunabhängig agiert. Ob Mann oder Frau, parteipolitisch positioniert oder neutral: Was sollte ein Bürgermeister eigentlich drauf haben, um ein guter […]

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Damit muss man rechnen

Tja damit muss man rechnen, wenn man hier her langgeht. Meine Überlegungen darüber, ob ich mich über die regionaltypisch eigenwillige Grammatik oder die grassierende Dickfelligkeit aufregen, amüsieren oder nichts von alledem soll, sind noch im Gange. Der blaue Buddha, den ich seit einigen Wochen jeden Morgen zu einem meditativen Stelldichein einlade (oder er mich, wer weiß […]

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LEBENSWERTHER

Das Dorf, in dem ich seit Anfang der 90er Jahre lebe heißt Werther und ist eigentlich eine Stadt. Denn das idyllische Örtchen mit direktem Zugang in den Teutoburger Wald hat im Jahre 1719 durch König Friedrich Wilhelm I. von Preußen die Stadtrechte verliehen bekommen. Vielleicht galt Anno dazumal schon als Stadt, was mehr als drei Häuser […]

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Doleur du monde

Kennen Sie den Kohlen Juke? Kohlen Juke ist ein Freund der Menschen, genauer der guten Menschen. Er lebt im Reich des Kleinen König Kalle Wirsch, dem König der Erdmännchen, tief unter der Erde. Und Juke sammelt Wörter, die mit so anfangen. Sobald, sofort, sofern, sowieso. Wörtersammeln ist ein wunderbares Hobby. Sophie ist auch ein schönes […]

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"Gestern bin ich auf Liebesbriefe gestoßen, die mir vor 38 Jahren zugeflogen sind. Je weiter ich mit der Lektüre kam, desto stärker begann mein Herz zu klopfen. Meine damalige Freundin beschrieb ihre Gefühle derart ergreifend, dass ich mich, immer wieder innehaltend wegen reichlich fließender Tränen, erneut in sie verliebte. Wenn ich nur wüsste, wo sie abgeblieben ist!" (gesehen vor ein paar Tagen im Haller Kreisblatt) Ein Fundstück, das das Herz erwärmt und für einen Moment daran erinnern, was uns wirklich bewegt. Bewegen sollte. Liebe ist genau das, was uns im Chaos aus Sorgen, Frust, Angst, Gier, Dummheit und Egoismus eine Richtung gibt. Das ist eine steile These, ich weiß! Aber stellen Sie sich mal vor, Sie würden sich selbst gut finden, mit sich zufrieden sein, sich mögen und zwar unabhängig davon, welche Schicksalsschläge Sie zu bewältigen hatten und haben. Stellen Sie sich vor, Sie könnten mehr und öfter in sich ruhen, zufrieden sein im Hier und Jetzt? Vor einigen Tagen traf ich Frau D. Früher gehörte ihr hier im Dorf das erste Schuhgeschäft am Platze. Ich erinnere mich an sie als eine taffe, aufrechte Geschäftsfrau, die weit über das Rentenalter hinaus aktiv im Laden tätig war. Jetzt ist sie über 80 Jahre alt. Sie hat in jungen Jahren ihren Mann verloren und vor einigen Jahren ihren Sohn. Und bestimmt gab es noch die eine oder andere Blessur in ihrem Leben, die nur sie kennt. Ihre Antwort auf meine Frage, wie es ihr geht, hat mich über den Tag der Begegnung hinaus wacher werden lassen. "Ich bin sehr mit mir zufrieden." Kein Jammern, kein Klagen, keine Spur von Groll oder Bedauern. Stattdessen ein Lächeln und dieser Satz. Einen gelungenen, nein, einen Tag voller Liebe, vor allem für sich selbst, das wünsche ich Ihnen!

Grüße aus dem Hot Spot

Einem Ehepaar aus dem Kreis Gütersloh wurde die angemietete Ferienwohnung auf Sylt gekündigt. Die Angst vor Ansteckung ist plötzlich wieder angestiegen. Ach guck, is Corona doch noch nicht vorbei? Na sowas! Ich lebe im Kreis Gütersloh. Hier ging es bisher sehr beschaulich zu; nicht nur in der Causa Corona schiebt man hier gemeinhin eine ruhigere […]

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