Zen für Dummies oder warum erstmal alles raus muss.

Der Kopf brummt und hämmert, das Herz steht dem in Nichts nach und die Seele gibt klein bei.
Alles ist zum Bersten voll mit Gedanken, Wünschen und Vorstellungen und jeder Menge Müll, der sich aus den unterschiedlichen Lebensepochen stapelt und im schlimmsten Falle stinkt.

Kennen Sie das?

Wenn es schlecht läuft und Sie Ihren Druck nicht weg atmen können, stolpern Sie über den Hund, woraufhin die volle Kaffeetasse im hohen Bogen auf die Fliesen scheppert und ihr Inhalt die Küche in eine braune Tümpellandschaft verwandelt.

Alternativ fangen Sie am frühen Morgen, zu nachtschlafender Zeit oder mitten im Tatort oder der Championsleague Diskussionen mit Ihrem Lebenspartner an.

In Zeiten von wiederholten Wunschtatorten, Geisterspielen und Netflix mag es nicht ganz so dramatisch sein. Aber Sie erinnern sich ja bestimmt noch an die Zeiten vor Corona, oder?

Die Agenda ist lang.

Wann wollen wir den Flur streichen?
Schatz, wir müssen jetzt mal ein paar Dinge klären. Lass uns mal reden. Nie flirtest du mit mir! Irgendwie ist unsere Beziehung gar nicht mehr so leidenschaftlich.

Allein beim Lesen dieser Zeilen verspannen sich die Nackenmuskeln und das Lustzentrum gleich mit. Wie sollen Leidenschaft, Spaß und Leichtigkeit sich durch dieses Gestrüpp den Weg bahnen?

Kein Durchkommen, vermute ich.
Suchen Sie sich ein Thema aus, lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf oder greifen Sie gerne auf Ihre eigenen Erfahrungen zurück.

Ich bin sicher, auch Sie finden sich wieder in der Litanei von Langeweile und Routine, von Sorgen und Lasten, in einem Gefühl von Früher war mehr Lametta.
Dieses Sehnen in Geist und Lenden. Das kennen Sie doch, oder?
Dieses Gefühl, dass eine Idee mehr Freiheit und Inspiration genau das wäre, was Sie gut gebrauchen könnten.

Besonders in Zeiten wie diesen.

Kürzlich hatte ich das Glück, ein paar ziemlich kluge Zeilen zu lesen.

Wenn es uns schlecht geht, dann erinnern wir uns an die Dramen und Verletzungen in unserem Leben und verstehen weder uns noch die Menschen um uns herum.
Wenn es uns gut geht, dann haben wie schöne Erinnerungen, denken an das Kribbeln der Verliebtheit, guten Sex und andere Dinge, die uns Spaß gemacht haben.

Sollte Ihnen und mir also mal wieder der Kopf brummen, das Herz schwer und die Seele wund sein, dann hilft es vielleicht, sich an die Zeiten zu erinnern, die frei und unbeschwert waren.

Lustvolle und leichte Erinnerungen sind Gold.
Sie sind wie Hochdruckreiniger, die alles wegspülen, was schon lange aus uns heraus muss. Und manches muss raus, damit Platz für Neues geschaffen wird, damit wir nicht ersticken. Damit wir wieder frei durchatmen und erkennen können, was Ballast und was unsere Essenz ist.

Bleiben Sie heiter. Und wenn Sie es gerade nicht sein können, dann gönnen Sie sich eine große Portion Hoffnung, einen tiefen Atemzug und ein paar schöne Gedanken an das Kribbeln im Bauchnabel oder an anderer Stelle, das Sie irgendwann mal hatten.

Es ist nicht weg. Es will nur wach geküsst werden.

Dornröschen reibt sich die verpennten Augen und lässt grüßen.
Und Buddha lächelt. Na bitte, geht doch!

 

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