Die Genügsamkeit liegt in einem Löffel Marmelade

Eigentlich sollte die Überschrift Lady Marmelade heißen. Doch dann erinnerte ich mich an den Inhalt des Textes des gleichnamigen Songs und entschied mich um.

Nicht, dass es hier noch zu Missverständnissen kommt, was den Erotikanteil meines Blogs betrifft. Er ist rudimentär.

Was mich in einen kurzen aber wichtigen Exkurs abdriften lässt: Mit der auf dieser Blogseite geschalteten Werbung habe ich nichts am Hut! Die kommt direkt aus dem Hause WordPress.
Sobald die Besucherzahl auf dieser Seite auf eine Million Follower gestiegen ist, leiste ich mir eine werbefreie Seite. Versprochen. Zehntausend reichen wahrscheinlich auch schon.

Ihnen wünsche ich erstmal einen guten Morgen, Tag oder Abend und freue mich, dass Sie hier sind.

Und jetzt zum Thema.
Ganz gegen meine sonstigen Frühstückgewohnheiten, ich frühstücke nicht oder erst gegen Mittag, habe ich heute eine Ausnahme gemacht und mir eine Scheibe Brot, auch dies eher die Ausnahme, mit Butter und Erdbeermarmelade zum Milchkaffee gegönnt.

Okay, denken Sie sich, danke für die Info aus der Provinz der Trivialitäten,  da wäre mir ein bisschen mehr Erotik jetzt doch lieber.

Ich könnte Ihnen jetzt in allen Einzelheiten beschrieben, wie klebrig, süß und heiß es gestern in meiner Küche zuging.
Ich könnte über die tiefe Befriedigung schreiben, die es auslösen kann, mit langsamen, rührenden Bewegungen Erdbeeren ganz allmählich zum Köcheln zu bringen und wie in Zeitlupe zu erleben, wie die Früchte unter den eigenen hingebungsvollen Handbewegungen weich und zart werden.

Und ich könnte Ihnen erzählen, welche Explosionen sich im Kopfkino ereignen, wenn einem der Duft aus heißen Erdbeeren, Zucker und Vanille in die Nase steigt und weiter berichten von der vollkommenen Vereinigung von Duft und sämiger, süßer Konsistenz, die man sich in Ermangelung anderer Hilfsmittel vom Finger leckt.

Es war mein erstes Mal.
Ich habe das erste Mal in meinem Leben Marmelade gekocht.

Und als ich vorhin davon kostete schloss ich kurz die Augen und fühlte das Wort genügsam.

Was brauchen wir eigentlich wirklich?
Brauchen wir mehr, als an einem hochsommerlichen Morgen in T-Shirt und kurzer Hose, barfuß, ungeschminkt und noch frei von den Aufgaben des Tages in eine frische Scheibe Marmeladenbrot zu beißen?

Brauchen wir mehr als eine freundliche Geste, ein Lächeln, eine kurze Berührung, um in einen guten Tag zu starten?

Brauchen wir mehr als Musik, die uns in Schwingungen versetzt oder ein Buch, dessen Inhalt unser Herz und unsere Gedanken beflügelt?

Brauchen wir mehr als ein paar Menschen, die wir lieben und schätzen, als unsere Partner und Freunde, denen wir vertrauen, denen wir vergeben und sie uns auch?

Manchmal reicht ein Löffel selbtgemachter Marmelade, um uns daran zu erinnern, wie wenig und was wir wirklich brauchen, und dass das Wenigste davon käuflich ist.

Genügsamkeit ist die gute Freundin von Dankbarkeit; und ab und zu treffen sich die beiden mit Lady Marmelade und haben richtig Spaß!

In diesem Sinne. Haben Sie einen genügsamen Tag! Möge er für Sie genug vom dem bereit halten, was Sie wirklich zu Ihrem Glück brauchen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s