Alles Liebe

Ihr Lieben!

Für uns alle war dieses Jahr eine ganz besondere Herausforderung. Und wahrscheinlich werden wir auch nach den Weihnachtstagen und im ersten Drittel des neuen Jahres noch nicht wirklich entspannen und aufatmen können.

Einige von euch hat es im Jahr 2020 hart getroffen. Ihr musstet euch von Menschen verabschieden, die ihr geliebt habt, von Ideen und von Zielen, vielleicht auch von Bildern, die ihr euch von euch selbst oder anderen gemacht habt.

Einige von uns haben zu spüren bekommen, dass Kalendersprüche nicht helfen, sondern dass wir handeln müssen. Etwas tun. Über den eigenen Schatten springen, die Angst in ihre Schranken weisen, einen Schritt zurücktreten, erwachsen werden, damit das kindliche Ich gut begleitet ist.

Jeder von uns weiß selbst am allerbesten, was im eigenen Leben los ist.

Man muss schon sehr hart gesotten sein, um die besondere Atmosphäre der Weihnachtszeit nicht zu spüren. Sie macht sensibel und das Herz weit. Lachen und Weinen rücken näher zusammen, der Knoten zwischen Kopf und Herz lockert sich und es bewegt sich wieder etwas, das sich lebendig anfühlt. In diesem Jahr sind wir dennoch wahrscheinlich alle froh, wenn 2020 sich vom Acker macht.

Ich habe im zurückliegenden Jahr gelernt, dass nicht nur ich, sondern wir alle verwundbar sind und dass die Tatsache, verletzlich zu sein, genau das ist, was wir zukünftig brauchen.
Dass es mehr gibt, geben muss, als die kleine persönliche Sicherheit und Sichtweise und dass das Kartenhaus ganz schnell zusammenfallen und die Blase sehr schnell platzen kann.
Corona hat uns nicht alle gleich gemacht. Im Gegenteil.

Ich glaube, dass Corona zeigt, dass es höchste Zeit wird, sich selbst und die Befriedigung seiner Bedürfnisse zu hinterfragen; und das auf ein Art und Weise, die denen die nach uns kommen, ein Weiterleben auf der Erde ermöglicht.
Allen. Allem. Weltweit.

Ich freue mich, auf das, was kommt! Und ich bin zutiefst dankbar für ausnahmslos alles, was ich in diesem Jahr gelernt habe, besonders für die Erfahrungen, die Schmerz und Tränen mit sich brachten. Wachstumsschmerzen sind nicht nur was für Fünfjährige.

Was ich euch allen, die ihr auf die eine oder andere Weise in meinem Leben seid, auf diesem Wege von Herzen sagen möchte, statt Karten zu schreiben, ist, dass ich an jeden einzelnen von euch herzlich denke und mich freue, dass wir einander im Leben haben oder gehabt haben, dass ihr etwas bewegt, kreiiert, dass ihr immer wieder aufsteht, wenn ihr hingefallen seid, dass ihr euren Humor und eurer Lachen immer wieder einfangt; dass ihr auf eure Weise Gutes tut.
Und das nicht nur zur Weihnachtszeit.

Es ist das größte Geschenk, lieben zu können und geliebt zu werden! Und wer das kann, der kann fast alles.
Lasst es euch gut gehen. Gut im Sinne von Sein und Werden, von Bewahren und neu erschaffen.

Dazu Musik und ein Gläschen Geistiges.
Mehr braucht es eigentlich nicht.

Es war und ist toll, zu spüren, dass ihr nicht nur da, sondern präsent seid. Und dass daran auch Masken und Soziale Distanz nichts ändern können.

Ein Frohes Fest & einen vor allem gesunden Rutsch ins Neue Jahr.