Christine

Doleur du monde

Kennen Sie den Kohlen Juke? Kohlen Juke ist ein Freund der Menschen, genauer der guten Menschen. Er lebt im Reich des Kleinen König Kalle Wirsch, dem König der Erdmännchen, tief unter der Erde. Und Juke sammelt Wörter, die mit so anfangen. Sobald, sofort, sofern, sowieso. Wörtersammeln ist ein wunderbares Hobby. Sophie ist auch ein schönes […]

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"Gestern bin ich auf Liebesbriefe gestoßen, die mir vor 38 Jahren zugeflogen sind. Je weiter ich mit der Lektüre kam, desto stärker begann mein Herz zu klopfen. Meine damalige Freundin beschrieb ihre Gefühle derart ergreifend, dass ich mich, immer wieder innehaltend wegen reichlich fließender Tränen, erneut in sie verliebte. Wenn ich nur wüsste, wo sie abgeblieben ist!" (gesehen vor ein paar Tagen im Haller Kreisblatt) Ein Fundstück, das das Herz erwärmt und für einen Moment daran erinnern, was uns wirklich bewegt. Bewegen sollte. Liebe ist genau das, was uns im Chaos aus Sorgen, Frust, Angst, Gier, Dummheit und Egoismus eine Richtung gibt. Das ist eine steile These, ich weiß! Aber stellen Sie sich mal vor, Sie würden sich selbst gut finden, mit sich zufrieden sein, sich mögen und zwar unabhängig davon, welche Schicksalsschläge Sie zu bewältigen hatten und haben. Stellen Sie sich vor, Sie könnten mehr und öfter in sich ruhen, zufrieden sein im Hier und Jetzt? Vor einigen Tagen traf ich Frau D. Früher gehörte ihr hier im Dorf das erste Schuhgeschäft am Platze. Ich erinnere mich an sie als eine taffe, aufrechte Geschäftsfrau, die weit über das Rentenalter hinaus aktiv im Laden tätig war. Jetzt ist sie über 80 Jahre alt. Sie hat in jungen Jahren ihren Mann verloren und vor einigen Jahren ihren Sohn. Und bestimmt gab es noch die eine oder andere Blessur in ihrem Leben, die nur sie kennt. Ihre Antwort auf meine Frage, wie es ihr geht, hat mich über den Tag der Begegnung hinaus wacher werden lassen. "Ich bin sehr mit mir zufrieden." Kein Jammern, kein Klagen, keine Spur von Groll oder Bedauern. Stattdessen ein Lächeln und dieser Satz. Einen gelungenen, nein, einen Tag voller Liebe, vor allem für sich selbst, das wünsche ich Ihnen!

Grüße aus dem Hot Spot

Einem Ehepaar aus dem Kreis Gütersloh wurde die angemietete Ferienwohnung auf Sylt gekündigt. Die Angst vor Ansteckung ist plötzlich wieder angestiegen. Ach guck, is Corona doch noch nicht vorbei? Na sowas! Ich lebe im Kreis Gütersloh. Hier ging es bisher sehr beschaulich zu; nicht nur in der Causa Corona schiebt man hier gemeinhin eine ruhigere […]

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Mein idealer Einzelhandel

Was haben Zalando, H & M, Otto und Co., was unsere lieben Einzelhändler vor Ort nicht haben? Was haben oben genannte nicht, womit der Laden vor Ort auftrumpfen könnte, wenn es seine Eigentümer und Besitzer denn wollten und die Voraussetzungen geschaffen wären? Wie müsste für mich persönlich ein Geschäft for Future ausgestattet sein, damit ich […]

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Ich atme tief in den Bauch. Ein und aus. Das OM denke ich anstatt es zu flüstern. Ein mantraartig heruntergebetetes Ave Maria liegt mir ohnehin mehr. Katholisch sozialisiert. Das sitzt. Einkehr, Meditation, Exerzitien. Die Wärmflasche sitz ebenfalls. In meinem lädierten Kreuz. Die Wärme tut gut und sorgt für Linderung der Schmerzen in meinem unteren Rücken. Haben sie nicht auch erst enorm gelitten, bevor sie Erleuchtung und die Aufnahme in den Himmel fanden? Siddharta und Jesus? Ganz ehrlich? Zur Sicherheit habe ich mir etliche Diclofenac und 5 Tropfen CBD eingeschmissen. Für Letztgenannte hoffe ich auf einen zumindest minimalen Anteil berauschender Wirkung. Erleuchtung und Himmel sind nicht meine ersten Ziele. Für den Moment würden mir Schmerz- und Bewegungsfreiheit vollkommen genügen, ja, mich demütig auf die Knie sinken lassen. Hatten Sie schon einmal einen Hexenschuss? Es ist mein erstes Mal. Ich leide. Es tut richtig weh. Lumbalgie, einschießende Kreuzschmerzen. Irgendein Nerv hat sich eingeklemmt, zickt erheblich und prollt mit Unberechenbarkeit. Eine falsche Bewegung und das Spiel beginnt von vorn. Die ersten drei Tage Ruhe, Wärme, Schmerztabletten, Beine hochlagern, nur ganz leichte Bewegung. Und vor allem keine falsche, sonst wird geschossen. Nur leichte Bewegung? Keine Runde durch den Wald und über die Wiese? Wer soll heute die Enten jagen, die rote Katze töten und die Mäuse aus ihren Löchern buddeln? Die Hündin legt den Kopf schief, senkt verzweifelt den Blick und lässt sich seufzend auf ihr gelenkschonendes Kissen sinken. Ich sinke mit und platziere das iPad auf meinen 90 Grad angewinkelten Knien. Netflixtime. Bradley Cooper und Lady Gaga. Ich hatte den Film bisher nicht gesehen. A Star Is Born.  Eine traurig-schöne Story. Und neben dem Titelsong noch ein paar wirklich gute Stücke. Eine beindruckend ungeschminkte und stimmlich absolut starke Lady Gaga und ein mutiger Bradley Cooper. Ich bin sehr angenehm überrascht. Auch darüber, dass ich erst in der allerletzten Szene meinen Tränen freien Lauf lasse. Wahrscheinlich dämpfen die hochdosierten Schmerzkanonenpillen meine Sensibilität. Doch davon habe ich zuweilen so viel, dass eine kleine Einbuße kaum zu Buche schlägt. Ich wünsche Ihnen für heute vor allem, dass Sie keine Schmerzen haben. Weder an Körper noch an Seele! Also im Ganzen einen Tag, den Sie zu ihrem machen können. Und wenn Sie A Star Is Born bisher nicht gesehen haben, einfach mal machen. Im Hintergrund ein beruhigender Landregen, dazu einen Gemüseburger und alles wird gut. Besonders für die armen Schweine. Die, die an den Haken hängen und die, die sie unter unwürdigen Verhältnissen zerstückeln müssen. Manches geht einfach so wie es bisher war nicht weiter. Und zwar gar nicht!  

abgeAppt

Um welche Form der Diskriminierung handelt es sich hierbei? frage ich mich bei dem wiederholten Versuch, mir die Corona Warn App auf mein Smartphone zu laden. Liegt ja im Trend. Diskriminierung meine ich. Ich will nur spielen, nur mal gucken wie sie aussieht und was sie kann. Aber ich bin raus. Mein Smartphone ist zu […]

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